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Mittwoch, 19 September 2018 08:38

Bundesgesundheits­minister Spahn legt Eckpunktpapier vor - das soll sich für Heilmittel­erbringer ändern

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Bundesgesundheits­minister Spahn legt Eckpunktpapier vor - das soll sich für Heilmittel­erbringer ändern Tomislav Pinter / shutterstock

Nachdem sich Jens Spahn vergangene Woche mit Vertretern der Heilmittelerbringer über die Problematiken der Heilmittelberufe auseinander gesetzt hat, legt er nun konkrete Vorschläge zur Änderung vor. 

Die Eckpunkte seiner Vorschläge sind hier in Kürze zusammengefasst: 

  1. Aufhebung der Grundlohnsumme 
    Bisher wurde die Aufhebung der Grundlohnsumme bis 2019 begrenzt. Bewirkt hat das erst kürzlich das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG). Jetzt sollen die wirtschaftlichen Interessen der Heilmittelerbringer auch langfristig berücksichtigt werden. 

  2. Höchstpreise für Leistungserbringer
    Zum 01. Januar 2020 werden einmalig und bundeseinheitlich Höchstpreise zwischen Kassen und Vertragsregionen vereinbart. Das bedeutet, dass die Therapiepreise auf den höchsten, von einer Krankenkasse in einer Region, festgelegten Preis angehoben werden. 

  3. Gleiche Verträge für Heilmittelerbringer
    Ab Januar 2020 finden Verhandlungen zwischen dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) und dem Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) statt, um Ungleichheiten zwischen den Heilmittelerbringern zu bereinigen. Das beinhaltet auch, dass die Preise vereinheitlicht werden sollen. 

  4. Gleiche Zulassungsempfehlungen für alle
    Bundesweit werden gleiche Zulassungsvoraussetzungen für alle Leistungserbringer geschaffen. In der Praxis ist gemeint, dass die Zulassungsempfehlungen bezüglich berufsrechtlicher Anforderungen, Praxisausstattung, Anzahl der Präsenzstunden und Anerkenntnis der für die Versorgung geltenden Anforderungen rechtsverbindlich ausgestaltet werden. 

  5. Weniger Bürokratie - mehr Zeit für Patienten
    Bis Mitte 2019 sollen unnötige, bürokratische Belastungen identifiziert und Handlungsempfehlungen für den Abbau geschaffen werden - kurzfristig ist die Aufhebung des Genehmigungsvorbehaltes von Verordnungen außerhalb des Regelfalls geplant. 

  6. Mehr Verantwortung durch Blankoverordnung
    Um Heilmittelerbringern mehr Verantwortung zuzuschieben, werden bis Ende März Indikationen vereinbart, bei denen Ärzte gehäuft die Blankoverordnung ausstellen können.  

  7. Digitale Anwendungen zur Unterstützung, Ergänzung und Teilersatz der Therapie 
    Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien soll (auch in der Heilmittel-Richtlinie) eingeführt werden. 

  8. Das Schulgeld wird abgeschafft 
    ... und gleichzeitig will das Bundesministerium für Gesundheit (BGM) mit den Ländern die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen neu ordnen und stärken. 
    Nach der gestrigen Kabinettssitzung mit Jens Spahn wurde bereits erstmalig in Bayern das Schulgeld für Heilmittelberufe abgeschafft! 

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Jasmin Clegg

Jasmin Clegg hat ihre Ausbildung als Physiotherapeutin 2009 an der Hogeschool Zuyd in Heerlen (NL) beendet.

Aus beruflichem und privatem Interesse hat sie zwischenzeitlich für zweieinhalb Jahre in Südafrika gelebt. Heute ist sie wieder in Deutschland und arbeitet in einer Physiotherapie-Praxis im Kölner Norden.

Nebenbei doziert sie an der Hochschule Fresenius und arbeitet freiberuflich als Journalistin. Seit 2017 schaukelt sie den mobiLEOS Physio-Blog und hat daher immer viel zu tun.

Kontakt: clegg@mobileos.de

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