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Freitag, 01 Dezember 2017 14:46

Erste Hilfe im Betrieb - das muss jeder Arbeitgeber wissen!

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Erste Hilfe im Betrieb - das muss jeder Arbeitgeber wissen! Creative Commons CC0 / pixabay / succo

Im Notfall muss Erste Hilfe geleistet werden. Der Arbeitgeber ist verpflichet, im eigenen Betrieb für die nötige Notfallorganisation zu sorgen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von speziell geschulten Ersthelfern.  

Jeder hofft, dass es am eigenen Arbeitsplatz nie zu einem Notfall kommt. Doch Unfälle passieren schonmal schnell, und dann zählt jede Minute. Mitarbeiter müssen deshalb wissen, wie sie sich im Ernstfall verhalten und an wen sie sich wenden können. 

Notfallorganisation – dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet

  • Ausbildung von Ersthelfern in einer von der Berufsgenossenschaft ermächtigten Stellen
  • Bereitstellung der Erste-Hilfe-Ausrüstung (z.B. Verbandskasten)
  • Notrufmöglichkeit zur Verfügung stellen
  • Aushang zur Anleitung in Erster Hilfe und über örtliche Notrufnummern

Ersthelfer im Unternehmen

  • Ein Ersthelfer leitet bei einem medizinischen Notfall/Unfall lebensrettende Sofortmaßnahmen ein.
  • Schon kleine Unternehmen von zwei bis 20 Mitarbeitern müssen mindestens einen Ersthelfer bereitstellen. 
  • Um im Notfall unter Stress und Zeitdruck immer wieder die richtigen Maßnahmen einzuleiten, müssen Ersthelfer sich alle zwei Jahre weiterbilden. 
  • Die Lehrgangskosten werden vom Unfallversicherungsträger übernommen; der Arbeitgeber trägt die Kosten für Anfahrt und Entgeltfortzahlung. 

Was müssen Beschäftigte wissen?

  • Wer ist Ersthelfer im Betrieb?
  • Wo ist der nächste Verbandskasten?
  • Wo kann der nächste Notruf abgesetzt werden (Telefon, Rettungsdienstnummer)?
  • Welcher Arzt/welches Krankenhaus muss aufgesucht werden?
  • Wer ist zu benachrichtigen?
  • Welche Informationen benötigen Rettungsdienst und Krankenhaus

Die Praxis Erste-Hilfe-sicher machen

  • In Praxen mit bis zu 50 Beschäftigten muss ein Verbandskasten nach DIN 13157 vorhanden sein. Inhalt und Verfallsdatum werden durch den Ersthelfer überprüft. 
  • Der Standort des Verbandskastens ist zentral gelegen und allen Beschäftigten bekannt. Der Standort ist gut ausgeschildert und erkennbar an der orangenen Farbe mit dem weißen Kreuz auf grünem Grund.
  • Brandschutz: In jedem Stockwerk ist ein Handfeuerlöscher vorhanden, der alle zwei Jahre überprüft und mit einer Prüfplakette versehen ist. Die Beschäftigten werden mit der Handhabe vertraut gemacht. 
  • Flucht- und Rettungswege sind gekennzeichnet. Fluchtwege müssen frei bleiben und Rettungswege dürfen nicht verschlossen sein.

Handeln im Notfall 

Ist ein Unfall passiert, muss schnell gehandelt werden. Die sogenannte Rettungskette beschreibt den Ablauf der Hilfsmaßnahmen im Notfall. 

Grafik Rettungskette 3

Notruf tätigen – auf die 5 W's kommt es an!

  1. Wo ist etwas passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele Verletzte/Erkrankte gibt es?
  4. Um welche Art der Verletzung/Erkrankung handelt es sich?
  5. Warten auf Rückfragen!

Lebensrettende Sofortmaßnahmen 

- stabile Seitenlage
- Herzdruckmassage
- Beatmung
- Bekämpfung Schockzustand
- Stillung bedrohlicher Wunden

Weitere Informationen

  • Lesezeit: 2 Minuten
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Jasmin Clegg

Jasmin Clegg hat ihre Ausbildung als Physiotherapeutin 2009 an der Hogeschool Zuyd in Heerlen (NL) beendet.

Aus beruflichem und privatem Interesse hat sie zwischenzeitlich für zweieinhalb Jahre in Südafrika gelebt. Heute ist sie wieder in Deutschland und arbeitet in einer Physiotherapie-Praxis im Kölner Norden.

Nebenbei doziert sie an der Hochschule Fresenius und arbeitet freiberuflich als Journalistin. Seit 2017 schaukelt sie den mobiLEOS Physio-Blog und hat daher immer viel zu tun.

Kontakt: clegg@mobileos.de

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1 Kommentar

  • Kommentar-Link Matea P. Mittwoch, 01 August 2018 14:54 gepostet von Matea P.

    Sehr geehrte Frau Clegg,

    ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für den äußerst wichtigen (!) und informativen Beitrag bedanken. Neben der sehr gelungen Struktur des Textes und die Art der Präsentation der Informationen ist das Thema ein sehr wichtiges Thema. Für den Leser wird hier noch echten Mehrwert geboten. Vielen Dank!

    Wahrscheinlich (so nehme ich es an) kümmern sich viele erst mit dem Problem der Arbeitsunfälle, wenn es schon zu spät ist. Das ist leider schade... denn hätte man sich einfach vorher schon informiert, dann hätte man durchaus anders und schneller in solchen Situationen reagieren können. Denn schon Sekunden können schlimmere Konsequenzen vermeiden. Aber wichtig ist, dass sich überhaupt mit diesem Thema sich intensiv auseinandergesetzt wird. Lieber zu spät als nie...

    Der Artikel formuliert meiner Meinung nach genau die richtigen Fragen, die jeder Arbeitnehmer und -geber beantworten sollte, wenn es passiert. Es beginnt schon mit der einfachen Frage: "Wo ist der nächste Verbandskasten?" In Stresssituationen verfallen viele in Schockstarre, da sie mit der Situation überfordert sind, da sie beispielsweise nicht wissen, wo der Verbandskasten zu finden ist. Es liegt auch ein bisschen im Verantwortungsbereich des Einzelnen sich darüber zu informieren. Da ich in unserer Abteilung verantwortlich bin, dass der Verbandskasten vom Ablaufdatum immer gültig ist, kann ich genau sagen, wo sich der Kasten befindet. Ich bin auch für den Kauf verantwortlich, und wenn ich bei brewes.de den Verbandskasten erworben habe, verwahre ich ich ihn dann dahin, wo er hingehört. Natürlich hofft man, dass nie ein Unfall passieren wird, aber man sollte vorbereitet sein!

    Lieber einmal zu viel in Sicherheitsmaßnahmen investiert, als einmal zu wenig. Es geht immerhin um unsere Gesundheit!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Matea P.

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