Dienstag, 05 Mai 2020 10:40

Umfrage| Therapieren statt frustrieren: So habt Ihr geantwortet!

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Umfrage| Therapieren statt frustrieren: So habt Ihr geantwortet! CC0 Creative Commons / pixabay / whoismargot

Wir wollten wissen, wie Therapeuten mit den kleinen, großen Ärgernissen aus der Praxis umgehen. Die Ergebnisse aus unserer Umfrage stellen wir hier zur Verfügung.

Der Arbeitsalltag steckt voller Situationen, die ärgerlich sind. Das kann schon morgens anfangen, wenn Mitarbeiter oder Patienten unpünktlich in der Praxis erscheinen. Was also tun? Eine harte Linie fahren, oder lieber den Weg des geringsten Widerstands wählen, weil sich Ärgern nicht lohnt?!

Das sind Eure Antworten:

Insgesamt nahmen 51,6 % angestellte Physiotherapeuten und 48,4 selbstständige Praxisinhaber an der Umfrage teil. Die hier dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die Antworten der Praxisinhaber und weisen gelegentlich auf die Zahlen der angestellten Mitarbeiter hin, wenn sie stark voneinander abweichen. 

Der Großteil der Praxisinhaber stellt für das Nicht-Erscheinen eines Patienten eine Ausfallrechnung aus. 

Im Gegensatz dazu werden nicht wahrgenommene Termine kaum noch unterschrieben.

Diejenigen der Selbstständigen, die es anders machen, entscheiden entweder individuell nach Grund oder drücken beim ersten

Wegbleiben noch ein Auge zu, bevor konsequent abgerechnet wird.  

Kommt ein Patient zu spät zur Therapie, wird in der Regel die freie Zeit genutzt. 

Allerdings gibt es auch viele Therapeuten, die eine Behandlung aufgrund der Mindestbehandlungszeit von 10 bis 15 Minuten nicht mehr beginnen. Je nach Möglichkeit wird nach einem Alternativ-Termin gesucht, um den Ausfall abzuwenden.  

Erscheint ein Mitarbeiter ständig unpünktlich zur Arbeit oder zu Patiententerminen, hat das ebenfalls Konsequenzen. 

Auch diejenigen, die es "anders" machen, tolerieren keine Unpünktlichkeit.

"Unpünktlich zur Arbeit erscheinen ist ein Unding! Patienten-Termine sollten sich maximal um fünf Minuten verschieben. Andernfalls werden wir, was zum Beispiel unsere Ausfallgebühren angeht, unglaubwürdig." — Kommentar eines Therapeuten

Patienten werden auch behandelt, wenn keine gültige Verordnung vorliegt.

Das Rezept wird also nachträglich durch den Patienten oder die Praxis geändert.  

Auf ein "Ich möchte nur massiert werden" lässt sich keiner ein. 

Soviel steht fest: Der Therapeut legt den Behandlungsplan entweder individuell fest, oder bleibt beim verordneten Heilmittel.  

Beim Thema Handy am Arbeitsplatz gehen die Meinungen auseinander. 

Zwar sollten die Geräte überwiegend in den Pausen genutzt werden, aber es gibt auch viele Chefs, die das etwas lockerer sehen.  

In puncto Heilmittelkatalog lassen die meisten Physiotherapeuten sich von den Neuerungen überraschen. 

Die wenigsten sehen ihm allerdings positiv entgegen! Viele erwarten neue Probleme, wie zum Beispiel, dass Rezepte erneut falsch vom Arzt ausgestellt werden. 

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Jasmin Clegg

Jasmin Clegg hat ihre Ausbildung als Physiotherapeutin 2009 an der Hogeschool Zuyd in Heerlen (NL) beendet.

Aus beruflichem und privatem Interesse hat sie zwischenzeitlich für zweieinhalb Jahre in Südafrika gelebt. Heute ist sie wieder in Deutschland und arbeitet in einer Physiotherapie-Praxis im Kölner Norden.

Nebenbei doziert sie an der Hochschule Fresenius und arbeitet freiberuflich als Journalistin. Seit 2017 schaukelt sie den mobiLEOS Physio-Blog und hat daher immer viel zu tun.

Kontakt: clegg@mobileos.de

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